Union Mühlhausen entscheidet Nordderby mit 1:0 (1:0)
Porträt
Unions Neuzugang Oliver Göschick (rechts), hier im hitzigen Laufduell mit dem Leinefelder Tobias Rittmeier, trug sich gegen die Leinestädter zwar nicht in die kurze Torschützenliste ein, rotierte aber wieder viel. Foto: Sebastian Grimm
Tabellenführer Wacker Nordhausen konnte nach drei sieglosen Spielen endlich wieder gewinnen. Die drei Tore im Spiel gegen Weimar wurden allesamt nach Standardsituationen erzielt. Der von hochsommerlich Temperaturen geprägte Verbandsliga-Spieltag brachte für Union Mühlhausen einen wichtigen 1:0-Sieg im Nordduell gegen den SC Leinefelde.
Erfurt. Der FC Union Mühlhausen behauptete sich im Nordderby denkbar knapp. Bereits in der vierten Minute fiel die Entscheidung in einer insgesamt eher niveauarmen Auseinandersetzung. Daniel Schmidt erhielt das Leder an der gegnerischen Strafraumgrenze und schoss aus sechzehn Metern Entfernung unhaltbar im Winkel ein. Ein sehenswerter Treffer des hochaufgeschossenen Mühlhäusers.In der Folgezeit plätscherte die Partie so dahin. Die Gastgeber waren mit der 1:0-Führung zufrieden, die Leinestädter wirkten einfallslos. In puncto Einsatzbereitschaft wirkten die Unioner engagierter, während die Eichsfelder sich in übertriebenen Einzelaktionen aufrieben.
Heiligenstadt besiegt die BSG Wismut Gera mit 2:1 (0:0)
Die hochsommerlichen Temperaturen machten beiden Mannschaften mächtig zu schaffen. Die Geraer besaßen die ersten Möglichkeiten in dieser Partie. David Helbig (9.) konnte eine Heuschkel-Eingabe nicht verwerten, ein Kopfball von Rico Heuschkel (12.) fand auch nicht ins Ziel. Die Abwehr der Platzherren machte wieder einen sicheren Eindruck, was auch dem Mitwirken von Christian Deppe geschuldet war. Nach dem Seitenwechsel fielen endlich auch Tore. Marc Werner (49.) erzielte den wichtigen Führungstreffer für die Gastgeber, der Sicherheit verlieh. Florian Klimpel (75.) markierte das 2:0 in Abstaubermanier. Per Kopf gelang Rico Heuschkel (77.) der Anschlusstreffer. Am Ende reichte es aber für Heiligenstadt zum knappen Erfolg.
Nordhausen gewinnt durch Standards gegen Weimar
Nach drei sieglosen Spielen inklusive der ersten Saisonniederlage am vergangenen Wochenende in Gera fanden die Nordhäuser durch den klaren Heimsieg über Weimar den Weg zurück in die Erfolgsspur. Nach zehn Minuten stand Robert Stark goldrichtig und köpfte nach einer Ecke am langen Pfosten zum 1:0 ein. Die Führung gab den Hausherren keine Sicherheit, stattdessen wurde Weimar immer stärker. Nordhausen fiel im Spiel nach vorn durch Ideenlosigkeit und ungenaue Abspiele auf. Auch nach der Pause blieb Weimar, das keinesfalls wie ein Abstiegskandidat auftrat, am Drücker. Symptomatisch, dass Wacker zwei weitere Standards benötigte, um die Partie zu entscheiden. Zuerst verwandelte Stark einen Elfmeter (66.) und nur fünf Minuten später machte Rose per Freistoß aus 18 Meter alles klar. Wacker musste im Anschluß aufpassen, nicht noch einen Gegentreffer zu kassieren. Mit wenig Aufwand kam Wacker zum Sieg. Die Versöhnung mit den Fans gelang aufgrund der mühseligen Vorstellung nur teilweise.
SV Borsch und FC Eisenach trennen sich 1:1 (0:1)
Mit dem mageren 1:1 (0:1) im Spiel gegen den FC Eisenach tendiert die Hoffnung für den Verbleib der gastgebenden Borscher Mannschaft in Thüringens höchster Spielklasse gegen Null. Letztendlich geht das Unentschieden in dem wegen der vielen Abspielfehler und ungenauen Pässe auf beiden Seiten zerfahrenen, kampfbetonten Kreis-Derby in Ordnung. Zunächst traf Andreas Grimm in der 26. Spielminute, nachdem ein als Flanke gedachter Schuss zum Entsetzen der Platzherren im langen Toreck einschlug. Nach dem Seitenwechsel blieben weitere Torchancen rar. Das Borscher Offensivspiel war einfach zu harmlos. Ein Riesenpatzer von Eisenachs Torhüter Stoll (65.) bescherte aber dann doch den Ausgleichstreffer. Der Gästekeeper ließ einen von Sauer abgefeuerten Freistoß aus 35 Metern zum 1:1 durch die Hände gleiten. In der Folge blieben die Gastgeber zwar drückend überlegen, allerdings nur bis zur gegnerischen Gefahrenzone.
Eintracht Sondershausen unterliegt 0:2 (0:0) in Altenburg
Nach der schmerzhaften Doppel-Pleite im Heimspiel (2:3 im Punkt- und Pokalspiel) lief es letztlich auch in der Skatstadt für Eintracht Sondershausen nicht nach Wunsch. Die Nordthüringer mussten den Altenburgern den gerade erst eroberten Bronzerang in der Thüringenliga wieder überlassen. Vor allem die erste Halbzeit gehörte der Elf aus Sondershausen, die aber klarste Chancen nicht nutzten konnte. Altenburgs Abwehrstratege Wuttke rächte die Fahrlässigkeit und traf nach 58 Minuten zum Führungstreffer. Das war ein Stich für die Gäste, die nur noch zweimal durch Caspar Torgefahr heraufbeschworen (61., 74.). Nach einer Klasseparade Greschkes bei einem Freistoß, er lenkte den Ball an die Latte, drückte schließlich der gerade eingewechselte Dennhardt (76.) den Abpraller zur Entscheidung über die Linie.
SV 09 Arnstadt kämpft Neustadt/Orla mit 4:2 (2:0) nieder
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung fanden die Nullneuner in die Erfolgsspur zurück und konnten nach nach vier sieglosen Spielen wieder jubeln. Arnstadt hatte die Partie jederzeit im Griff, fand über den Kampf zum Spiel, versäumte es lediglich in der Schlussphase das Resultat weiter auszubauen.Eine viertel Stunde war gespielt, da eröffnete Jens Lippert den Torreigen (14.). Dem zweiten Treffer ging ein Befreiungsschlag voraus, den Gothe erfolgreich abschließen konnte (34.). Der zweite Durchgang entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Den ersten Angriff schlossen die Hausherren gleich erfolgreich ab (3:0/Springer 53.). Die sich bietenden Räume nutze Patrick Lange zum 4:0 (84.). Wer dachte, dass Neustadt resignierte, sah sich getäuscht. Wunderlich mit Hilfe des Arnstädter Torhüters (88.) und Jasiak (90.) konnten ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.
Martinroda kassiert halbes Dutzend gegen Meuselwitz II
Bei der Regionalligareserve des ZFC Meuselwitz konnte der FSV Martinroda nur die ersten 20 Minuten offen gestalten. Dann eröffnete Kind das Toreschießen mit einem Doppelschlag innerhalb kürzester Zeit (17. & 23.). Der von Vollmann erzielte Anschlusstreffer nur eine Minute nach dem 2:0 der Gastgeber brachte nicht die nötige Sicherheit ins FSV-Spiel. Nur sieben Minuten später sorgte Schumann wieder für einen Zwei-Tore-Abstand (30.).Im zweiten Abschnitt sorgte Schumann mit seinem zweiten Treffer früh für die Vorentscheidung (48.). Meuselwitz schaltete und waltete weiter nach belieben und erhöhte durch Kinds dritten Treffer auf 5:1 (61.). Die eine oder andere Gelegenheit hatte der FSV Martinroda auch nach längst feststehendem Spielausgang (71., 76., 79.). Genau in dieser kleinen Sturm- und Drangphase gelang Meuselwitz per Elfmeter schließlich noch das sechste Tor (77. Graf). Der FSV Martinroda weiß nun, dass den unten um jeden Punkt kämpfenden Mannschaften alle Mittel recht sind, dem Abstieg zu entrinnen.
Einheit Rudolstadt bezwingt Schott Jena zuhause mit 2:0 (1:0)
Die Schott-Elf trat aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen nicht mit voller Kapelle an. 0:2 hieß es am Ende der gutklassigen Partie, in der die Gastgeber zwar über weite Strecken die größeren Anteile besaßen, jedoch fast ausnahmslos am gegnerischen 16er scheiterten. Torgefahr Fehlanzeige, obwohl die 180 Zuschauer in der Oberaue eine bis zur letzten Minute wacker kämpfende Jenaer Mannschaft erlebten. Rudolstadt nutzte seine wenigen Chancen effektiv, Stefan Staskewitsch köpfte über Torhüter Tuche (0:1, 6.). Kurz vor Ablauf der Begegnung gelang dem eingewechselten Andy Raab noch das zweite Tor für die Einheit. Der aus dem Gewühl zurückgelegte Ball war dann auf seinem Weg ins Schott-Tor abgefälscht und so für Tuche ein nicht lösbares Problem. Rudolstadt hat bei drei Punkten Rückstand noch gute Chancen auf den Ausftieg. Schott Jena befindet sich im Niemandsland der Tabelle.